Selbstversorgungsgrad bei Nahrungsmitteln
Selbstversorgungsgrad bei Nahrungsmitteln nach Ländern
Kommentar
Bemerkenswerte Länder
Paraguay führt das Ranking mit 378,4 % des inländischen Angebots an, gefolgt von Argentinien, Uruguay, der Ukraine und Brasilien, was auf eine außergewöhnlich hohe Ernährungsselbstversorgung hinweist. Am anderen Ende liegt die Vatikanstadt mit 1 % auf dem letzten Platz, wobei auch Monaco und Singapur zu den schwächsten Ländern zählen. Eine bemerkenswerte Überraschung ist, dass mehrere wohlhabende Golfstaaten, darunter Bahrain, Kuwait, Katar und die Vereinigten Arabischen Emirate, sich nahe dem unteren Ende befinden, während südamerikanische Länder die Spitze der Tabelle dominieren.
Regionale Trends
Südamerika sticht deutlich hervor, mit einer durchschnittlichen Ernährungsselbstversorgungsrate von 176,5 %, weit über allen anderen Kontinenten. Europa folgt mit großem Abstand auf Platz zwei mit 87,77 %, während Asien (72,17 %), Ozeanien (71,09 %), Afrika (67,77 %) und Nordamerika (67,06 %) enger beieinander liegen und alle unter dem globalen Mittelwert von 80,29 % liegen. Das regionale Bild deutet auf eine besonders starke Überschussproduktion in Südamerika hin, während die meisten anderen Regionen gemischter sind oder stärker von externen Lieferungen abhängen.
Datenquelle
Die Daten stammen von der FAO für 2020–2022 und werden als Prozentsatz des inländischen Angebots gemessen. Die Abdeckung umfasst 197 Länder. Werte über 100 % bedeuten, dass die Produktion das inländische Angebot übersteigt, sodass die Verteilung sehr hohe Ausreißer enthält.
Interpretation
Da höhere Werte besser sind, zeigen hohe Werte an, dass ein Land genügend Lebensmittel produziert, um den inländischen Bedarf zu decken, und in einigen Fällen sogar deutlich mehr als benötigt. Niedrige Werte deuten auf eine starke Abhängigkeit von Importen oder eine begrenzte inländische Produktionskapazität hin. Insgesamt zeigen die Daten sehr große Unterschiede zwischen den Ländern: Einige große Agrarproduzenten verzeichnen erhebliche Überschüsse, während viele kleine oder ressourcenbeschränkte Staaten weiterhin stark von externen Nahrungsquellen abhängig sind.