Rohölreserven

Rohölreserven nach Ländern

Datenquelle: EIA 2021Einheit: million bblRichtung: Höher besser

Kommentar

Bemerkenswerte Länder

Venezuela liegt mit 304.000 Mio. Barrel Rohölreserven deutlich vorn, gefolgt von Saudi-Arabien mit 267.000 und Iran mit 209.000. Kanada, Irak, die Vereinigten Arabischen Emirate, Kuwait, Russland, die Vereinigten Staaten und Libyen vervollständigen die Top 10 und zeigen, dass die größten Reserven stark auf eine kleine Gruppe von Ländern konzentriert sind. Am anderen Ende haben Jordanien, Barbados und Marokko jeweils nur 1 Mio. Barrel, Taiwan 2 und Belize 6. Eine bemerkenswerte Überraschung ist, dass Russland das einzige europäische Land in den Top 10 ist, während Libyen Afrikas einziger Vertreter dort ist.

Regionale Trends

Nach Kontinenten gemittelt führt Südamerika mit 34.480 Mio. Barrel, vor Nordamerika mit 31.300 und Asien mit 26.560. Diese hohen regionalen Durchschnittswerte spiegeln die Präsenz sehr großer Reservenhalter wie Venezuela, Kanada, Saudi-Arabien, Iran, Irak und die Vereinigten Arabischen Emirate wider. Afrikas Durchschnitt ist mit 5.315 deutlich niedriger, während Europa trotz Russlands großer Reserven im Schnitt nur 4.028 erreicht, was darauf hindeutet, dass die meisten europäischen Länder relativ bescheidene Gesamtmengen haben. Ozeanien hat mit 880 Mio. Barrel den niedrigsten Durchschnitt.

Datenquelle

Die Daten stammen aus der EIA 2021 und werden in Mio. Barrel gemessen. Der Datensatz umfasst 104 Länder. Da die Reserven sehr ungleich verteilt sind, mit einem Mittelwert von 17.060 und einer sehr großen Standardabweichung von 50.860, werden Länder vergleiche stark von wenigen außergewöhnlich großen Reservenhaltern beeinflusst.

Interpretation

Höhere Werte bedeuten, dass ein Land über größere nachgewiesene Rohölreserven verfügt, was auf größeren langfristigen Rohstoffreichtum und potenzielle energiepolitische Hebelwirkung hindeuten kann. Niedrigere Werte bedeuten geringe Reserven, auch wenn sie für sich genommen weder die aktuelle Produktion noch Exporte oder die breitere wirtschaftliche Leistungsfähigkeit beschreiben. Insgesamt zeigen die Daten eine extrem konzentrierte globale Reservenverteilung, bei der eine Handvoll Länder dominiert, während viele andere nur sehr geringe Mengen besitzen. Damit sind Reserven zwar wichtig, aber nicht das einzige Maß für die Rolle eines Landes auf den Energiemärkten.