Energieautarkiequote

Energieautarkiequote nach Ländern

Datenquelle: World Bank WDI 2022Einheit: %Richtung: Höher besser

Kommentar

Bemerkenswerte Länder

Südsudan ist mit 959,5 % der klare Ausreißer und liegt damit weit vor Norwegen auf dem zweiten Platz mit 846,7 %. Die Top 10 werden von öl- und gasproduzierenden Ländern aus Afrika und Asien dominiert, während das untere Ende mehrere kleine oder importabhängige Volkswirtschaften umfasst, etwa Malta (-289,6 %), Singapur (-158,4 %) und Panama (-71,2 %). Eine bemerkenswerte Überraschung ist die Niederlande mit nur 0,6 %, womit das Land trotz seiner Bedeutung als große europäische Volkswirtschaft zu den niedrigsten Werten zählt.

Regionale Trends

Nach Kontinenten hat Ozeanien mit 202,8 % die höchste durchschnittliche Energie-Selbstversorgungsrate, gefolgt von Afrika mit 173,6 % und Asien mit 128,7 %; alle liegen über dem globalen Mittel von 112,6 %. Auch Südamerika liegt mit 118,9 % über dem Mittel, während Nordamerika (58,18 %) und Europa (55,47 %) im Durchschnitt deutlich niedriger liegen. Dies deutet auf eine stärkere Selbstversorgung in mehreren rohstoffreichen Regionen hin, während die durchschnittlichen Werte in stärker importabhängigen Regionen niedriger sind.

Datenquelle

Quelle: Weltbank WDI 2022. Einheit: Prozent (%), 140 Länder umfassend. Werte können über 100 % oder sogar negativ sein, daher sollte der Indikator eher als bilanzartige Kennzahl denn als einfacher, auf 100 begrenzter Anteil gelesen werden.

Interpretation

Höhere Werte bedeuten, dass ein Land deutlich mehr Energie produziert, als es im Inland verbraucht, während sehr niedrige oder negative Werte auf eine starke Abhängigkeit von importierter Energie hinweisen. Die große Spannweite der Daten von 959,5 % bis -289,6 % zeigt, dass sich die nationalen Energiesituationen enorm unterscheiden. Insgesamt verdeutlichen die Daten den Vorteil großer Energieexporteure, aber auch die Verwundbarkeit von Volkswirtschaften mit sehr begrenzter inländischer Energieversorgung.