Wertschöpfung im Dienstleistungssektor
Wertschöpfung im Dienstleistungssektor nach Land
Kommentar
Bemerkenswerte Länder
Monaco liegt mit einem Dienstleistungsanteil von 87,2 % am BIP an der Spitze, gefolgt von Malta und Luxemburg, beide mit über 81 %, was auf eine sehr starke Konzentration der Wirtschaftsaktivität im Dienstleistungssektor hinweist. Am anderen Ende ist Guyana mit 14,46 % der klare Ausreißer und liegt deutlich unter den nächstniedrigeren Ländern Libyen und Tansania, die beide unter 30 % liegen. Eine bemerkenswerte Überraschung ist São Tomé und Príncipe, das weltweit auf Platz vier mit 80,34 % rangiert, zusammen mit Dschibuti in den Top 10, während auch die Vereinigten Staaten mit hohen 77,6 % herausstechen.
Regionale Trends
Nordamerika hat mit 64,53 % den höchsten regionalen Durchschnitt, dicht gefolgt von Europa mit 63,97 %, während auch Ozeanien mit 61,02 % über dem globalen Mittel liegt. Asien erreicht im Durchschnitt 52,72 % und Südamerika 51,65 %, beide unter dem weltweiten Mittel von 56,32 %, aber deutlich über Afrikas 48,94 %, dem niedrigsten regionalen Durchschnitt. Dennoch zeigt Afrika große Unterschiede und umfasst sowohl Top-10-Länder wie São Tomé und Príncipe und Dschibuti als auch mehrere der am niedrigsten platzierten Länder.
Datenquelle
Die Daten stammen vom Weltbank-Indikator NV.SRV.TOTL.ZS (2024) und werden als Wertschöpfung des Dienstleistungssektors als Anteil am BIP (%) gemessen. Der Datensatz umfasst 187 Länder. Ein wichtiger Vorbehalt ist, dass es sich um einen strukturellen Anteil am BIP handelt, der also die relative Größe des Dienstleistungssektors in jeder Volkswirtschaft zeigt und nicht dessen absolute Größe oder Qualität.
Interpretation
Höhere Werte bedeuten, dass Dienstleistungen einen größeren Anteil an der gesamtwirtschaftlichen Leistung ausmachen, was hier als besser gewertet wird und oft auf stärker dienstleistungsorientierte Wirtschaftsstrukturen hinweist. Niedrigere Werte deuten auf eine stärkere Abhängigkeit von Landwirtschaft, Industrie oder Rohstoffsektoren statt von Dienstleistungen hin. Dennoch ist ein hoher Dienstleistungsanteil nicht automatisch ein Zeichen für breit angelegten Wohlstand, und ein niedriger Anteil bedeutet für sich genommen nicht zwangsläufig eine schwache Gesamtleistung. Die zentrale Erkenntnis ist, dass wohlhabendere und stärker dienstleistungsgeprägte Regionen tendenziell höher rangieren, es aber in beide Richtungen wichtige Ausnahmen gibt.