Anteil des sekundären Sektors

Anteil des sekundären Sektors nach Ländern

Datenquelle: World Bank 2024Einheit: % of GDPRichtung: Höher besser

Kommentar

Bemerkenswerte Länder

Guyana hat mit 76,03 % des BIP den höchsten Anteil des sekundären Sektors, dicht gefolgt von Libyen mit 73,5 %. Mehrere rohstoff- und insbesondere kohlenwasserstoffreiche Volkswirtschaften wie Brunei, Katar, Kuwait, Oman, Irak und Saudi-Arabien dominieren ebenfalls die Top 10. Am anderen Ende verzeichnet der Libanon mit 2,09 % den niedrigsten Anteil, zusammen mit sehr niedrigen Werten in São Tomé und Príncipe, Mikronesien und Vanuatu. Eine bemerkenswerte Überraschung ist Luxemburg, das trotz seiner Zugehörigkeit zu den Hochlohnökonomien mit 9,66 % unter den letzten 10 rangiert.

Regionale Trends

Südamerika weist mit 31,83 % den höchsten kontinentalen Durchschnitt auf und liegt damit knapp vor Asien mit 31,45 %; beide Werte liegen deutlich über dem globalen Mittel von 25,58 %. Afrika liegt mit 25,9 % nahe am Weltdurchschnitt, während Europa (22,34 %) und Nordamerika (21,12 %) darunter liegen. Ozeanien hat mit 16,15 % den niedrigsten regionalen Durchschnitt, was mit mehreren der schwächsten Länderergebnisse in dieser Region übereinstimmt.

Datenquelle

Die Daten stammen von der Weltbank 2024 und messen den Anteil des sekundären Sektors als Prozentsatz des BIP. Erfasst sind 189 Länder. Die Werte zeigen die Größe des sekundären Sektors an der nationalen Wirtschaftsleistung, sodass Unterschiede zwischen Ländern eher die Wirtschaftsstruktur als allein das allgemeine Einkommens- oder Entwicklungsniveau widerspiegeln können.

Interpretation

Höhere Werte bedeuten einen größeren Beitrag von Industrie und verwandten sekundären Aktivitäten zum BIP, was hier als besser gilt. Sehr hohe Anteile können auf eine starke Industrie- oder Rohstoffverarbeitung hindeuten, während sehr niedrige Anteile auf Volkswirtschaften schließen lassen, die von Dienstleistungen oder anderen Sektoren geprägt sind. Insgesamt zeigen die Daten große Unterschiede, wobei rohstoffreiche Länder oft an der Spitze stehen und stärker dienstleistungsorientierte Volkswirtschaften eher am unteren Ende konzentriert sind.