Touristenankünfte pro 100 Einwohner
Touristenankünfte pro 100 Einwohner nach Land
Kommentar
Bemerkenswerte Länder
Andorra liegt mit 4.942,76 touristischen Ankünften pro 100 Einwohnern mit sehr großem Abstand an der Spitze, gefolgt von San Marino mit 3.973,28; beide liegen weit über dem globalen Mittelwert von 139. Kleine tourismusgeprägte Reiseziele dominieren die Top 10, darunter die Bahamas, St. Kitts und Nevis, die Seychellen, Monaco, Antigua und Barbuda sowie Malta, während Kroatien und Island für größere europäische Reiseziele ebenfalls ungewöhnlich hoch rangieren. Am unteren Ende verzeichnet Nordkorea 0, während Bangladesch (0,08), Afghanistan (0,12), der Tschad (0,29) und Niger (0,31) ebenfalls nahezu bei null liegen.
Regionale Trends
Europa hat mit 373,8 touristischen Ankünften pro 100 Einwohnern den mit Abstand höchsten kontinentalen Durchschnitt und liegt damit deutlich vor Nordamerika mit 254,7. Asien (45,98), Afrika (31,67), Ozeanien (26,09) und Südamerika (23,72) liegen alle deutlich niedriger und weit unter den beiden führenden Regionen. Die Spitzenplätze konzentrieren sich auf Europa und Nordamerika, während mehrere der niedrigsten Werte in Asien und Afrika zu finden sind.
Datenquelle
Die Daten stammen von UNWTO 2023 / WB 2024 und werden in Touristen pro 100 Einwohner gemessen. Der Datensatz umfasst 196 Länder. Ein wichtiger Vorbehalt ist die sehr große Streuung der Werte (Standardabweichung 487,1), die zeigt, dass einige wenige extreme Tourismuszentren die Verteilung stark verzerren.
Interpretation
Höhere Werte bedeuten, dass ein Land im Verhältnis zu seiner Einwohnerzahl mehr touristische Ankünfte verzeichnet, was eher auf eine stärkere Tourismusintensität als auf einen bloß größeren absoluten Tourismusmarkt hinweist. Sehr hohe Werte sind oft mit kleinen Reisezielen verbunden, die große Besucherströme anziehen, während sehr niedrige Werte auf einen begrenzten eingehenden Tourismus im Verhältnis zur Bevölkerung hindeuten. Insgesamt zeigen die Daten eine stark ungleiche globale Tourismuslandschaft, in der eine kleine Zahl von Reisezielen weit über dem Rest steht.